Gottesdienst aus Hartenrod

13.01.2008 - 09:30 UHR
evangelischer Gottesdienst
"Auf den Zweiten Blick - Familie gesucht!"

Aus der Evangelischen Kirche zu Hartenrod

Mit Dekan Matthias Ullrich, Pfarrerin Natascha Reuter, Kerstin Griesing, Pfarrer Karlhans Nüßlein, Holger Walter, Elisabeth Mankel, Irmgard Ratz, Projektchor des evangelischen Dekanates Gladenbach unter der Leitung von Kantor Hartmut Koch (Orgel), Wolfgang Pfeifer (Trompete) und weiteren Gästen

 

Patchwork-Familien, Generationenkonflikt, Ausbau der Ganztagsbetreuung und Krippenplätze.

Das sind die Themen, die Menschen heute besonders beschäftigen.

Auf den ersten Blick scheint es so, als würden diese gesellschaftlichen Veränderungsprozesse vornehmlich in Städten und Ballungsräumen stattfinden.

Im ländlichen Raum, so meint man, sei die Welt noch in Ordnung. Da gibt es sie noch, die intakten Familien, Nachbarschaftshilfe. Da wachsen die Kinder noch gemeinsam mit Großeltern auf.

Mit der Realität hat dies jedoch wenig zu tun.

Gerade kleine Orte beginnen auszudünnen. Dorfläden schließen, Bus- und Bahnverkehr wird eingestellt, junge Menschen finden keine Arbeit.

Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen leiden besonders darunter.

Aus diesem Grund hat sich das evangelische Dekanat Gladenbach an dieser Stelle besonders engagiert.

 

 

 

Mit dem Projekt „FamilienLeben – Generationen gemeinsam“ wurde eine breit angelegte Diskussion begonnen, an der sich einzelne Kirchengemeinden in unterschiedliche Weise beteiligt haben.

So ist in Bad Endbach – Hartenrod, einem Ort mit 2500 Einwohnern, deshalb auch ein Dorf- und Kulturzentrum eröffnet worden, das auf die Gemeinschaft der Generationen setzt und das Zusammenleben aktiv gestaltet.

Eine Initiative, die nicht nur auf den zweiten Blick, zukunftsweisend ist.

Denn hier werden die gängigen Verwandtschaftsbegriffe aufgebrochen und neue Familienvorstellungen gelebt.

Das hatte wohl auch Jesus im Blick als er von den wahren Verwandtschaftsverhältnissen spricht, wo das Miteinander und das Füreinander im Mittelpunkt steht, damit keiner mit seinen Sorgen und Nöten alleine bleibt und ein gemeinsames Leben in Fülle gelingen kann. (cm)