Gottesdienst aus Amsterdam

07.09.2008 - 09:30 UHR
evangelischer Gottesdienst
Auf den Zweiten Blick - Heimat im Glauben?

aus der Kirche "Willem de Zwijgerkerk"

mit Pfarrerin Bärbel Büssow und Pfarrer Joachim Büssow (Deutsche Evangelische Gemeinden in Amsterdam und Rotterdam), Pfarrerin (Dominee) Wies Houweling, Ute Brandhorst, Dennis Fink, Catharina Dissel, Projektchor unter der Leitung von Philipp Möller, Orgel: Tilman Gey und Joppe Poolman van Beusekom, Blockflöte: Annika Trentepohl, Kontrabass: Theo Tensen, Klavier: Hein Putter und Joppe Poolman van Beusekom, Cembalo: Tilman Gey, musikalische Gesamtleitung: Jan Marten de Vries und weiteren Gästen

 

Amsterdam ist eine weltoffene und multikulturelle Metropole, in der viele Menschen auf der Suche sind nach ihrer geistlichen Heimat.

Das gilt auch für zahlreiche deutsche Staatsbürger, die in den Niederlanden als Ausländer leben und für die es bei dieser Suche zugleich um die eigenen Wurzeln geht.

In der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Amsterdam können sie ein Stück Heimat in der Fremde finden.

Dass sich dies mit einer großen ökumenischen Offenheit vereinbaren lässt, zeigt der Gottesdienst am 7.September, den die Gemeinde zusammen mit ihrer niederländisch reformierten Nachbargemeinde in deren Kirche feiert.

Die reformierte Willem-de-Zwijger-Kirche liegt nur wenige Gehminuten von dem Ort entfernt, an dem vor 60 Jahren der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) gegründet wurde.

 

Eine Vorbereitungsgruppe aus beiden Gemeinden erinnert an die großen Hoffnungen, die man im August 1948 mit der Gründung dieser großen überkonfessionellen Gemeinschaft verbunden hat.

Unter dem Eindruck der Schrecken des Zweiten Weltkrieges, wollten die Kirchenvertreter „Brücken bauen zwischen Menschen und Völkern“ und dazu selbst aufeinander zu gehen.

Pfarrer Joachim Büssow und Pfarrerin Bärbel Büssow ermutigen gemeinsam mit ihrer niederländischen Kollegin Wies Houweling dazu, weiter voneinander zu lernen und Schritte aufeinander zu zugehen, statt nur die Schwierigkeiten zu sehen, die heute den ökumenischen Dialog zu beherrschen scheinen.

Denn „Gottes Haus hat viele Wohnungen“, deren Schönheit und Reichtum es zu entdecken gilt.

Ein lebendiges Beispiel dafür ist die Musik, die gemeinsam von niederländischen und deutschen Musikern mit einem gemischten Chor für diesen Gottesdienst einstudiert wurde. (sf)